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Im November kann beobachtet werden, wie sich die bunten Wochen allmählich zurücknehmen und sich in eine ruhigere Seite verwandeln. Das Laub fällt, Nebel und kürzere Tage prägen das Landschaftsbild – die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Wer jetzt Erholung im Wald sucht, sollte dies mit besonderemNaturverstand tun.
„Jeder Waldbesuch bedeutet auch Verantwortung“, erinnert Konrad Mylius, Präsident der Land&Forst Betriebe, „denn der Wald ist nicht nur Erholungsort, sondern auch Lebens- und Arbeitsraum.“

Rund 80 % der österreichischen Wälder befinden sich in Privateigentum. Etwa 145.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sichern mit nachhaltiger Bewirtschaftung Luft, Wasser, Artenvielfalt und Erholung – und schaffen mit dem Rohstoff Holz zahlreiche Arbeitsplätze. Jeder 16. Arbeitsplatz in Europa hängt mit der Forst- und Holzwirtschaft zusammen.
„Fußgängerinnen und Fußgänger sind im Wald herzlich willkommen“, so Mylius weiter. „Aktivitäten wie Radfahren oder Reiten bedürfen aber der Zustimmung des Eigentümers und sind nur auf gekennzeichneten Wegen erlaubt.“ Gerade im Spätherbst, wenn sich die Wälder lichten und die Vegetationsruhe beginnt, sei Rücksichtnahme entscheidend, damit der Wald kein „Spielfeld“ wird.
Waldeigentümer Markus Hoyos ergänzt: „Der November ist eine besondere Übergangszeit – die Bäume haben ihre Nährstoffe eingelagert, um den Winter zu überstehen, und viele Wildtiere suchen geschützte Rückzugsorte.“
Durch die Zeitumstellung wird es früher dunkel – Spaziergänge und Ausflüge sollten daher rechtzeitig geplant werden, um sowohl den Tieren Ruhephasen zu lassen als auch die eigene Sicherheit zu gewährleisten.
Mit dem Spätherbst steigt auch das Risiko von Wildunfällen. Nach der Ernte wechseln Rehe und anderes Wild vermehrt ihre Lebensräume und überqueren besonders in der Dämmerung Straßen. Daher gilt: langsam fahren, aufmerksam bleiben und auf Wildwechselzeichen achten.
Mit Naturverstand lässt sich der Spätherbst im Wald verantwortungsvoll genießen:
So bleibt der heimische Wald auch im Spätherbst das, was ihn ausmacht – Erholungsraum, Wirtschaftsfaktor und lebendiges Ökosystem.
