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Abkühlung im Wald – eine wertvolle Leistung der Natur
Wenn die Temperaturen steigen und Hitzewellen den Alltag belasten, wird der Wald für viele Menschen zum beliebten Rückzugsort. Kein Wunder: Wissenschaftliche Untersuchungen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) zeigen, dass es an heißen Sommertagen im Wald durchschnittlich vier bis fünf Grad Celsius kühler ist als im Freiland. Der Wald wirkt damit wie eine natürliche Klimaanlage und bietet wohltuende Erholung für Körper und Geist.

Doch die heimischen Wälder leisten weit mehr als angenehme Abkühlung. Sie schützen vor Naturgefahren, speichern Wasser und Kohlenstoff, verbessern die Luftqualität und liefern mit Holz einen nachhaltigen Rohstoff. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzebelastung wird deutlich, wie wichtig diese Leistungen für die Gesellschaft sind.
Dass Österreichs Wälder heute ihre vielfältigen Funktionen erfüllen können, ist keine Selbstverständlichkeit. Hinter den gesunden und leistungsfähigen Waldbeständen stehen Generationen von Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern sowie Forstbetrieben, die ihre Wälder nachhaltig bewirtschaften.
Durch laufende Pflege, Aufforstung und die Anpassung der Bestände an den Klimawandel wird sichergestellt, dass die Schutz-, Nutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktionen des Waldes auch künftig erhalten bleiben. Diese langfristige Verantwortung schafft die Grundlage dafür, dass Menschen den Wald als Erholungsraum nutzen können.
Rund um die Sommersonnenwende locken die langen Tage viele Menschen auch nach Feierabend noch in den Wald. Gerade die kühleren Abendstunden sind jedoch für zahlreiche Wildtiere die wichtigste Aktivitätszeit.
Rehe, Hirsche, Hasen und viele andere Tierarten verlassen dann ihre Rückzugsorte, um Nahrung aufzunehmen. Wer den Wald mit Naturverstand genießt, nimmt daher Rücksicht auf seine tierischen Bewohner. Oft bieten bereits schattige Wege, Waldränder oder lichte Bestände ausreichend Erholung und Abkühlung. Auf das späte Durchstreifen abgelegener Waldgebiete sollte möglichst verzichtet werden, um Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum nicht unnötig zu stören.
Neben den hohen Temperaturen bereitet auch die anhaltende Trockenheit Sorgen. In vielen Regionen Österreichs herrscht derzeit erhebliche bis extreme Niederschlagsarmut. Dadurch steigt die Gefahr von Waldbränden deutlich an.
Deshalb gilt für alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher besondere Vorsicht:
Jeder einzelne kann dazu beitragen, Waldbrände zu verhindern und unsere Wälder zu schützen.
Gerade an heißen Sommertagen sind Österreichs Wälder ein wertvoller Ort zum Durchatmen, Abkühlen und Krafttanken. Damit sie diese Leistungen auch in Zukunft erbringen können, braucht es einen respektvollen Umgang mit diesem sensiblen Lebensraum.
Wer den Wald mit Naturverstand besucht, genießt seine wohltuende Wirkung mit Rücksicht auf Wildtiere, achtet auf die erhöhte Waldbrandgefahr und schätzt die Arbeit jener Menschen, die unsere Wälder seit Generationen pflegen und nachhaltig bewirtschaften. So bleibt der Wald auch für kommende Generationen ein Ort der Erholung, Vielfalt und Lebensqualität.
